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Andro

ArtKatze
RasseEKH
Alter7,3 Jahre
Geschlechtmännlich
Kastriertja
HaltungFreigang
Gewicht8,4 kg
FellKurzhaar
Farbeschwarz

Andro wurde zusammen mit Amrin bei uns abgegeben, weil ihre Besitzer sie nicht mit in die neue Wohnung nehmen durften. Möchten Sie den beiden ein "für immer Zuhause" schenken? Dann schauen Sie gerne zu den Öffnungszeiten vorbei.
 
Patenbericht
 
Heute möchte ich über das Brüderpaar Andro und Amrin berichten, zwei rein schwarze Kater, die etwa Anfang April gemeinsam im Tierheim Aachen einzogen und nun zusammen ein schönes neues Zuhause für immer suchen.
 
Andro, sozusagen der „große Bruder“, ist ein stattlicher kräftiger Kater. Er ist ausgesprochen zutraulich und menschenbezogen, achteinhalb Kilo geballte Schmusepower, der man kaum widerstehen kann. Schon bei meinem ersten Besuch erwartete Andro mich auf seinem Kratzbaum an der Gehegetüre. Strahlende Augen, ein aufgerissenes Mäulchen und Freudentöne irgendwo zwischen Weinen und leisem Schreien, wiederholtes Köpfchen geben, seinen Körper gegen meinen lehnen und sich minutenlang nur umarmen lassen – an unserem Begrüßungsritual hat sich bis heute nichts geändert.
Andro ist sehr spielfreudig, fängt zum Beispiel hochgeworfene Schmusekissen aus der Luft, um sich danach mit diesen zu wälzen und quasi einzureiben, oder reißt mir eine mitgebrachte Katzengrasschale beinahe aus der Hand. Bei aller Begeisterung ist er aber immer behutsam und bleibt die sprichwörtliche Samtpfote, niemals habe ich eine Kralle zu spüren bekommen.
Am meisten aber genießt Andro unsere ausgiebigen Schmuse- und Kuscheleinheiten, wobei er gerne seinen Kopf in meine Hand legt und ich mich ebenfalls an ihn schmiegen darf. Manchmal schläft er dann selig ein, und wenn das Ende der Patenzeit naht, fällt die Trennung richtig schwer.
 
Amrin, der „kleine Bruder“, ist nicht nur drei Kilo leichter, sondern auch bis heute sehr scheu. Er versteckt sich in Kratzbaumhöhlen oder anderen Plätzen, die mit Decken verhangen sind und ihm wohl in der ungewohnten Umgebung ein bedingtes Gefühl von Sicherheit und Schutz geben. Er verlässt sein Quartier nur in unbeobachteten Zeiten zur Erledigung seiner Grundbedürfnisse und kommt sichtlich nur schwer mit der Tierheimsituation zurecht.
Wenn ich Amrin in seinem Quartier entdecke und begrüße, schaut er mich mit großen Augen an, gelegentlich beschnuppert er die angebotene Hand, weicht dann aber etwas zurück und signalisiert damit, dass er (noch) nicht angefasst werden möchte. Niemals hat er jedoch gefaucht oder geknurrt.
Leisem Zureden lauscht er und hält dabei auch den Blickkontakt. Einmal kniete ich dabei eine ganze Weile vor seiner Höhle am Boden, und irgendwann legte sich eine Pfote tretelnd auf den Höhleneingang, und ein zartes Schnurren klang aus der Höhle. Es hat mich in diesem Moment sehr berührt zu spüren, dass auch in Amrin ein Schmusekater schlummert, der den Menschenbezug vermisst und sich danach sehnt.
 
Die Erfahrung zeigt, dass Katzenpaare im Tierheimalltag oft ein solch unterschiedliches Verhalten zeigen, bestätigt aber auch immer wieder, dass die „Sensibelchen“ in einem „normalen“ Zuhause auftauen, auch wenn sie vielleicht etwas mehr Zeit brauchen als ihre wesensstarken Partner.
 
In diesem Sinne wünsche ich Andro und Amrin, dass sie bald die Chance für einen gemeinsamen Neuanfang bekommen. Katzenglück im Doppelpack – auch für die neuen „Dosenöffner“, die diesen beiden liebenswerten und liebebedürftigen Katermännern ein Zuhause für immer geben möchten …