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Schildkröten

     

Schildkröten

   

Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Schildkröte anzuschaffen, sollte damit jeweils bis zum nächsten Frühjahr warten und die Zwischenzeit nutzen, um gründlich die Fachliteratur zu studieren, darauf weist der Tierschutzverein Aachen hin.

Leider werden, trotz gewisser Handelseinschränkungen, immer noch viele Schildkröten viel zu spontan angeschafft. Dies ist wegen des recht geringen Preises hauptsächlich ein Problem der Wasserschildkröten. Die kleinen putzigen Tiere laden zum Mitnehmen ein, man erwirbt noch schnell eine Dose Futter und ein kleines Aquarium und dann nimmt das Unheil seinen Lauf.

Wenn die niedlichen, kleinen Schlüpflinge dann wegen falscher Fütterung nach allzu kurzer Zeit aus ihrem Aquarium herauszuwachsen drohen, fangen viele Halter erstmals an, sich über die Art, die sie da pflegen, deren Ansprüche und Endgröße zu informieren. Stellt sich dann heraus, dass sie zur weiteren Pflege ein zwei Meter langes Becken oder besser noch einen Teich benötigen, werden die Tiere dann schnell unmöglich zu halten.

  

Eine Vermittlung dauert meist ein Weilchen, deswegen enden viele Tiere in Teichen und Flüssen, wo dann viele Tiere wegen der schlichten Tatsache, dass sie nicht an die klimatischen Bedingungen in unserem Land angepasst sind, langsam und qualvoll sterben. Viele verbleiben auch in ihren viel zu kleinen Becken und werden schlichtweg zu Tode ignoriert. Sie vegetieren in trübem Wasser dahin, bis sie ihr vorzeitiges Ende ereilt. Dabei können diese Tiere bei artgerechter Haltung bis zu 35 Jahre alt werden.

Da die meisten Arten, die hierzulande gehandelt werden, eine Winterruhe halten, werden sie von verantwortungsvollen Züchtern und Auffangstationen während der Wintermonate nicht abgegeben bzw. verkauft. Eine Ausnahme stellen manchen tropische Arten dar. Bei diesen Tieren ist jedoch zu bedenken, dass sie noch mehr Stromkosten verursachen als die weniger exotischen Tiere, eine Tatsache, die in der heutigen Zeit für viele Menschen eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Tiere, die in den Wintermonaten, in denen sie eigentlich ruhen sollten, gehandelt oder abgegeben werden, haben meist wegen der fehlenden Winterruhe ein angegriffenes Immunsystem, und wenn dann durch die Ortsveränderung zusätzlicher Stress für das Tier entsteht, kann gerade ein noch kleines Tier sehr schnell eingehen.

  

Deswegen sollte man ein Tier erst nach der Überwinterung holen, zumal man bei Tieren, die den Winter gut überstanden haben, auch davon ausgehen kann, dass sie gesundheitlich nicht angeschlagen sind. Die Zwischenzeit sollte man nutzen, um sich umfassend über die Ansprüche der gewünschten Art zu informieren.

Birgit Wintersteller-Kordic

 

Sie wollen eine Schildkröte aufnehmen ? Im Falle einer Wasserschildkröte melden Sie sich bitte im Tierheimsbüro oder direkt bei der Pflegestelle, Nicole Ziegenhagen, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Im Falle einer Landschildkröte melden Sie sich bitte bei der unteren Landschaftsbehörde der Städteregion Aachen. Stand 2014 ist die Ansprechpartnerin Petra.Gronowski @staedteregion-aachen.de . Landschildkröten werden nur in artgerechte Freigehege nach vorheriger Kontrolle durch die Behörde abgegeben.

Sie wollen eine Schildkröte abgeben ? Im Falle einer Wasserschildkröte melden Sie sich bitte  im Tierheimsbüro oder direkt bei der Pflegestelle, Nicole Ziegenhagen, unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Im Falle einer Landschildkröte können Sie sich selbstverständlich auch melden, nachdem Sie sämtliche anderen Möglichkeiten (Kleinanzeigen, Rückgabe an den Züchter) ausgeschöpft haben. Wir versuchen dann, eine Lösung für das Tier zu finden.