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Finger weg von Käfigeiern

 

Tierqual im Osternest - Tierschutzverein Aachen rät: Finger weg von versteckten Käfigeiern, ob bunt gefärbt oder als Zutat in Süßigkeiten und Co.

Der Tierschutzverein Aachen warnt vor dem Kauf bereits gefärbter Eier. Da diese von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind, verbergen sich unter der Farbe Eier aus der Käfighaltung. Auch die Umstellung auf die neuen "Kleingruppenkäfige" zum Jahresanfang hat für Deutschlands Legehennen keine Verbesserung ergeben.

Der Osterappell für 2009 lautet daher: "Finger weg vom Qual-Ei: Käfig bleibt Käfig". Wer gegen das millionenfache Tierleid der Legehennen in Deutschland protestieren möchte, sollte auf Eier, die mit der 3 als erste Ziffer gekennzeichnet sind, verzichten. Vorsicht auch bei Lebensmittel wie Eierlikör, Backmischungen, Fertigkuchen etc. Meist werden dafür Käfigeier verwendet. Die Verbraucher greifen erfreulicherweise zunehmend zu den Eiern aus tiergerechten Systemen. Das Käfigei als Frühstücksei ist auch im Handel ein Auslaufmodell. Viele Handelsunternehmen und Discounter haben bekräftigt, dauerhaft auf den Verkauf von Käfigeiern - ausdrücklich sind damit auch die Eier aus den Kleingruppen gemeint - zu verzichten. In Backwaren, Nudeln oder Fertigprodukten sind aber häufig Käfigeier versteckt. Etwa 40 Prozent der in Deutschland produzierten Eier werden in Nudeln oder Fertigprodukten verarbeitet, ohne dass der Verbraucher darüber aufgeklärt werden muss, aus welchem Haltungssystem die Eier stammen. Zum Großteil handelt es sich um Käfigware. Auch die zu Ostern so beliebten gefärbten und gekochten Eier sind Käfigeier, gekennzeichnet werden müssen sie aber - anders als frische Eier - nicht. Im Vergleich zu den anderen Lebensmittelketten geht Aldi Nord noch einen Schritt weiter und verzichtet darauf, zu Ostern gefärbte und gekochte Eier aus Käfighaltung zu verkaufen.

Der Tierschutzverein Aachen rät zur Osterzeit genau auf die Herkunft der Eier zu achten und statt auf Fertiggebäck zurückzugreifen, lieber selbst zu backen. Wer sicher gehen will, kein Tierleid zu unterstützen, sollte Eier mit 0, 1 oder 2 als erste Kennzeichnungsziffer kaufen und auf Eier mit der 3 verzichten. In den alten Käfigsystemen hatten die Legehennen die Fläche von 550 cm2 als "Lebensraum" zur Verfügung. Im Kleingruppenkäfig sind es seit dem 01.01.2009 gerade mal 800 cm2, was nicht einmal der Fläche eines Aktendeckels entspricht. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Hennen aufgrund des geringen Platzangebotes die Strukturen nicht nutzen können und so Grundbedürfnisse wie Scharren und Sandbaden nicht befriedigt werden. Auch ein ungestörtes Ruhen der Tiere ist nicht möglich, weil die Sitzstangen im Käfig nur wenige Zentimeter über dem Boden angebracht sind.