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Nerzfarm

Schließung der Nerzfarm Orsbach

Pelztiere brauchen unsere Hilfe

Bündnis gegen Pelzfarm in Aachen Orsbach

Alle Aachener Tier- und Naturschutzorganisationen machen erneut gegen die Pelzfarm in Aachen Orsbach mobil bitte unterstützen auch Sie aktiv die Proteste, damit die Pelzfarm in Aachen endlich geschlossen wird.

Seit 1997 kämpfen Aachens Tierschützer und Tierrechtler gegen die Pelzfarm in Orsbach. Sie ist eine von rund 26 Farmen in Deutschland. Weltweit werden über 40 Millionen Tiere jedes Jahr ihrer Haut willen getötet. Das Geschäft mit den Tierpelzen ist so profitabel, dass der Aachener Farmbetreiber seinen Tierbestand von anfänglich 11.000 Nerzen und 1000 Blaufüchsen nun auf 25.000 Nerze aufgestockt hat. Zusätzlich unterhält er seit 1981 eine weitere Fuchs- und Nerzfarm in den Niederlanden.

Trotz der alljährlichen Proteste und des rechtswidrigen Verhaltens des Farmbetreibers (siehe unten), hat die StädteRegion Aachen e.V. bislang die Pelzfarm nicht geschlossen. Leider nahm in den letzten zwei Jahren die Beteiligung an den Protesten ab. Daher ruft nun der Tierschutzverein für die StädteRegion Aachen e.V. gemeinsam mit den Tierversuchsgegnern Aachen und allen anderen Tier- und Naturschutzgruppen erneut zum Protest auf. Bitte unterstützen Sie das Bündnis gegen Pelz!

Im November ist die Ernte reif. Auch dieses Jahr warten in Orsbach die Tiere in engen Käfigen auf ihren qualvollen Tod. Die so genannte Ernte wird im November stattfinden. Alleine der Begriff Ernte zeugt von dem Zynismus und der Grausamkeit der Farmbetreiber. Pelze wachsen nicht auf Bäumen! Für diesen Luxus werden Tiere getötet und gehäutet, wobei so manches Tier die Häutung bei lebendigem Leib erlebt. Die alljährlich stattfindende Pelzung bedeutet ein tausendfaches Töten durch Elektroschock und Vergasung. Je nach Farmbetreiber werden die Tiere auch mit Giftspritze oder durch Genickbruch getötet. Scheint der Tod oft eine Erlösung zu sein, so ist er dies doch nicht in den Pelztierfarmen: Die letzte Viertelstunde des Lebens der Tiere ist der Höhepunkt von Angst und Qual. Die Schlächter bedürfen keiner Ausbildung zum Töten und dementsprechend dilettantisch wird den Tieren ein qualvoller Tod bereitet.

Den Spaziergängern in Orsbach bleibt der Blick auf das Leid der Tiere verborgen. Eine hohe Mauer mit Stacheldraht umzäunt, verwehrt den Einblick. Je nach dem wie der Wind steht, ist der Gestank des Todes aber weit über die Farm hinaus zu riechen. Seit Jahren laufen Tier- und Naturschützer Sturm gegen diese Tierquälerei. In qualvoller Enge und dem beißenden Gestanks ihres eigenen Kots ausgesetzt, vegetieren hier Wildtiere, die Bewegungsfreiheit brauchen und meist als Einzelgänger in freier Wildbahn leben, vor sich hin. Es wird behauptet, dass solche Urinstinkte abgezüchtet wurden und die Tiere nicht unter den katastrophalen Haltungsbedingungen leiden. Scheinbar ist ihnen laut Meinung der Pelzfarmbetreiber auch die Leidensfähigkeit abgezüchtet worden.

Tierschutz- und Naturschutzorganisationen fordern ein Ende dieser Lüge über den glücklichen Zucht-Nerz. Die Pelztierhaltung bedeutet unvorstellbares Tierleid und eine hohe Belastung der Umwelt, da die Fäkalien das Grundwasser belasten. Erlass machte Hoffnung Ein Erlass zur Pelztierhaltung in NRW machte den Tierschützern im Oktober 1999 zunächst Hoffnung. Der Erlass zur Pelztierhaltung sieht erstmalig einen Erlaubnisvorbehalt zur Haltung von Pelztieren vor. Es mussten verschiedene Auflagen (Vergrößerung und Umstrukturierung der Käfige, bestimmte Tötungsmethoden, Sachkundenachweise) bis zum 31.12.2001 erfüllt werden, damit die Betreiber von Pelzfarmen eine Erlaubnis durch die zuständigen Veterinärbehörden bzw. die Bezirksregierung erhalten. Der Betreiber der Aachener Farm lehnt es jedoch ab, einen solchen Antrag auf Erlaubnis zu stellen und verwies auf die Klage des Deutschen Pelzinstituts gegen den Erlass des Landes NRW. Pelzfarmbetreiber hinterging Behörden Ist es schon dreist, Auflagen nicht erfüllen zu wollen, so setzt der Betreiber der Aachener Pelzfarm dem Ganzen die Krone auf. Bei der ersten Begehung der Farm durch das Aachener Veterinäramt, wurden nur Nerze als Besatz gemeldet. Eine weitere Kontrolle der Farm brachte zu Tage, dass auch Füchse dort getötet werden. Bis heute warten Tierschützer auf eine Klärung dieser Situation und fordern, dass die offensichtliche Verschleierungstaktik des Farmbetreibers Konsequenzen nach sich sieht. In der Umweltausschusssitzung vom Januar 2001 erklärte die zuständige Dezernentin, Gisela Nacken, dass die geforderte Käfiggröße nur bei etwa 10% der Anlage erfüllt sei und man nicht glaube, dass der Betreiber die Auflagen bis zur Frist vom 31.12.2001 erfüllen werde. Das Verhalten des Betreibers spreche zudem nicht für ihn...

Wer letztlich in dem ganzen Verfahren verschleiert, ob Betreiber oder die Veterinärbehörde, die die Füchse bei der ersten Begehung hätten registrieren müssen, bleibt eine Frage, die geklärt werden und schließlich Konsequenzen nach sich ziehen sollte. Trotz rechtswidriger Handlung keine Schließung der Farm Aber auch der neue Erlass des Landes NRW brachte keine Veränderung. Es gab neue Vorschriften zur Umstrukturierung und Vergrößerung der Käfige. Im Sinne des Tierschutzes natürlich keine befriedigende Lösung, aber bei nicht Einhaltung der Auflagen schien Anfang 2002 die Schließung der Farm möglich zu sein. Obwohl der Farmbetreiber die Auflagen nicht erfüllt hat, zögerte die Stadt Aachen jedoch bei der Durchsetzung der neuen Bestimmungen. In der Begründung hieß es, dass die Schließung kein verhältnismäßiges Mittel sei. Zudem hatte der Farmbetreiber mit einer Klage gedroht. In dieser Situation bot die bundesweite Organisation Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) im Falle eines Rechtsstreites Unterstützung an. Natürlich nahm die Stadt solch ein Angebot nicht an, aber es zeigte sich einmal mehr, dass die Stadt nicht den Rechtsstreit scheute, sondern ihr der Wille zum konsequenten Handeln im Sinne des Tierschutzes fehlt. Die StädteRegion Aachen verlängerte kurzerhand die Frist zur Umsetzung der Auflagen: Dem Tierquäler wurde Aufschub gewährt! Strafanzeige blieb bis heute ohne Antwort Leider blieben seitens der Staatsanwaltschaft die im Oktober 2001 erstatten Anzeigen gegen den Farmbetreiber und die Stadt Aachen bisher ebenfalls unbeantwortet. Das Land NRW sieht sich bei der Durchsetzung des Erlasses rechtlich nicht in der Lage zu handeln. Und dies obwohl bereits zwei von elf Farmen in NRW geschlossen wurden. Gemeinsam werden nun Aachens Tierschützer erneut einen Anwalt einschalten, um die Staatsanwaltschaft und die StädteRegion Aachen endlich zum Handeln aufzufordern.

Das einzig Positive bei dem ganzen Desaster in Aachen ist die Haltung aller Fraktionen: Man äußerte sich geschlossen gegen die Pelzfarm, verwies in letzter Konsequenz jedoch leider auf die Zuständigkeit des Rechtsamtes der StädteRegion Aachen. Daher werden Ihre Protestpostkarten an den Oberbürgermeister von großer Bedeutung sein. Bitte teilen Sie der StädteRegion Aachen mit, dass wir als BürgerInnen die Farm in Orsbach ablehnen und die Schließung fordern!

Infos zu den Protesten können interessierte Tierfreunde bei dem Verein der Tierversuchsgegner Aachen e.V. - Menschen für Tierrechte - unter Tel.: 02406-929279 oder im Internet www.nerzfarm-orsbach.de erhalten. Auf dieser Homepage (www.nerzfarm-orsbach.de) finden Sie auch weitere Informationen über die Vorgänge rund um die Nerzfarm in Aachen und über die aktuelle Sachlage.