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Frohe Ostern? - Nicht für alle!

Frohe Ostern? - Nicht für alle1

  

Ostern ist für viele das Fest, an dem das Wiedererwachen allen Lebens im Frühling gefeiert wird. Kaum jemand denkt aber daran, dass mit dem Brauch, Oster-Eier in Massen zu konsumieren, eine gigantische Vernichtung von Leben und lebenslange Qualen für Millionen von Lebewesen verbunden sind.

95 Prozent der Eier werden in fabrikähnlichen Anlagen "produziert", aber nicht von Maschinen, sondern von empfindungs- und leidensfähigen Lebewesen. Bei der Aufzucht der Legehennen wird die Hälfte der Küken (die männlichen Tiere) gleich nach dem Schlüpfen vergast oder lebendig zermahlen. "Den weiblichen Küken wird ein Teil des hochsensiblen Schnabels weggebrannt oder -geschnitten", so Birgit Wintersteller-Kordic, Tierschutzbeauftragte des Tierschutzvereins Aachen. Sie wachsen mutterlos auf, einen Hahn werden sie nie zu Gesicht bekommen.

Ihr weiteres Leben wird auf Futteraufnahme und Absonderung des täglichen Eies reduziert. Keine Henne in den bis zu achtstöckigen Etagen der Legebatterien spürt jemals die Sonne, scharrt jemals in der Erde, kann die Flügel ausstrecken, flattern oder sich ein Nest bauen. Ein Drahtkäfig für jeweils 4 Hühner mit einem Platz kaum mehr als einer DIN A 4-Seite pro Tier ist für 15 Monate ihr Lebensraum. Dann ist das Huhn trotz reichlicher Medikamentengabe am Ende seiner Kräfte. Wundgescheuert, die Knochen deformiert oder gar gebrochen, wird es nach einem traumatischen Transport in einem Großschlachthof an das Förderband gehängt und stirbt, oft kaum betäubt, unter den Rotiermessern.

Sie wissen das und kaufen nur noch Eier aus "Boden-" oder "Freilandhaltung"? Auch in "Bodenhaltung" leben die Hennen in extremer Enge und leiden lebenslang unter den Folgen des schmerzhaften Schnabelkürzens. Die Freilandhaltung (mit 10 Quadratmeter Grünauslauf pro Tier) kommt den komplexen Bedürfnissen der Hühner noch am ehesten entgegen. Aber auch hier fehlen natürliche Familienbeziehungen mit Hahn, Henne und Küken. Auch hier steht der Tod am Anfang und am Ende. Auch hier bestimmt die Legeleistung das Lebensrecht jedes einzelnen Tieres.

Mit dem Kauf von Fertigprodukten vergrößern Sie das Leid der Tiere ebenfalls, denn hier werden fast ausschließlich Eier aus Legebatterien verwendet. Die Betreiber der Tierfabriken behaupten, die Verbraucher interessieren sich nur für den Preis der Produkte.

Wir wissen, dass dies nicht so ist, dass eine bewusst betriebene Desinformation und eine falsche Politik das Verhalten der Verbraucher in die gewünschte Richtung gesteuert hat.

Zeigen Sie, dass Sie Ihre Kaufentscheidungen auch von ethischen Kriterien abhängig machen. Nur eine drastische Zurückhaltung beim Kauf von Produkten aus quälerischen Haltungsformen wird die Politiker endlich zum Handeln gegenüber den Produzenten zwingen.