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Vorsicht Falle!

 

Vorsicht Falle

  

Durch den zunehmenden Flächenverbrauch des Menschen müssen sich Wildtiere mit immer mehr unnatürlichem Lebensraum arrangieren.

Wäre es da nicht unsere Aufgabe, unsere Gärten und Häuser naturnaher und tierfreundlicher zu gestalten? Immer wieder verunglücken aber viele Kleintiere wie Igel, Maulwürfe, Kröten, Vögel u.a. in unseren Gärten oder an unseren Häusern. Ursache hierfür sind Gefahrenquellen, die wir durch etwas mehr Sensibilität und nur wenig Aufwand minimieren könnten. Hierzu zählen u.a.:

Licht-/Kellerschächte: Nach einem Sturz hier hinein gibt es keinen Weg zurück für viele Kleintiere - Maschendraht schafft Abhilfe

steilwandige Teiche: Entkommen ist kaum möglich - flache Uferböschungen sowie Steininseln entschärfen die Gefahr

Schwimmbecken: Ein Sturz ins leere Becken endet meist mit schweren Verletzungen; ein Ausstieg ist unmöglich; Ertrinken droht in gefüllten Becken - Abdecken der Becken mit Planen oder zumindest Katzentreppen ins leere Becken stellen

Dachluken, Kellerfenster: Nach einem unbewussten Einsperren eingedrungener Wild-/Haustiere droht der Hungertod - Raumkontrollen

große Glasflächen: Endstation für viele Vögel - Aufkleber schaffen Abhilfe

Gullis: Hier hinein fallen manche Kleintiere ohne Weg zurück - Abhilfe durch Maschendraht

Fallrohre: Manche Vögel fallen von den Dachrinnen hinein und sterben elend in den Rohren oder in angeschlossenen Regentonnen - Abhilfe durch Schutzgitter

Beerennetze: Hierin können sich Bodenbewohner verfangen und sich daran verletzen (Abschnürungen..) - nicht zu tief hängen

Müllgefäße: In unverschlossenen Tonnen oder zugänglichen Mülltüten suchen manche Tiere Nahrung, verletzen sich an Dosen etc. oder sehen mit der nächsten Leerung/Abfuhr ihrem Ende entgegen - feste, geschlossen Behälter bevorzugen

Kaminschächte: Vögel fallen in unbefeuerte Schächte und sterben unbemerkt am Schachtboden - Abhilfe schaffen Gitter über unbefeuerten Schächten (Gitter über befeuerten Schächten sind gesetzlich verboten)

Einsatz von Chemikalien: Durch ihren oft unnötigen Einsatz im Garten gelangen Gifte in die Nahrungskette und schädigen Wild- sowie Haustiere - Notwendigkeit prüfen, Alternativen suchen

Einsatz von Gartengeräten: Durch Sensen, Laubsauger , Häcksler etc. werden viele Tiere verstümmelt - vorsichtigerer Umgang oder Verzicht auf Einsatz solcher Geräte, Laub mit dem Besen auffegen, Laub unter Hecken liegen lassen

übertriebene Ordnung: Im Garten ist sie sicher unangebracht, den Tieren schadet sie jedenfalls nur - besser Laub- und Reisighaufen liegen lassen (Winterschlafplätze, Versteckmöglichkeiten)

Durch einen aufmerksamen Gang durch den eigenen Garten lassen sich sicher noch weitere Risiken erkennen und vermeiden.

Helfen auch Sie mit! Igel und Co. danken uns dafür.

Ute Netterscheidt