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Freilebende Katzen

 

Frei lebende Katzen

  

In vielen Städten gibt es freilebende Katzen, so auch in Aachen. Es handelt sich hierbei um Katzen, die ausgesetzt worden sind, den Weg nach Hause nicht mehr gefunden haben oder von solchen Tieren abstammen. Diese Katzen sind oft nicht zahm. Wenn man einer Katze begegnet, die man nicht kennt und insofern nicht weiß, ob sie einen Besitzer hat, sollte man das Tier zunächst ansprechen. Zahme Katzen, die sich verlaufen haben oder ausgesetzt worden sind, kommen daraufhin oft herbeigelaufen. Sind sie nicht besonders gekennzeichnet, z.B. durch ein Halsband, sollte man das Tier beobachten. Ist es hungrig, verwirrt oder ängstlich, könnte man ihm zunächst - wenn vorhanden - etwas Katzenfutter geben. Befindet es sich in Gefahr, z.B. in der Nähe einer stark befahrenen Straße, so sollte man nach Möglichkeit versuchen, es einzufangen. Achtung : dies gilt NUR für offenbar zahme Katzen, die sich ohne Widerstand zu leisten berühren lassen ! Bei scheuen Tieren sollte man das nicht versuchen, da der Biss einer Katze wie jedes Tieres für einen Menschen im Krankenhaus enden kann ! Sagen sie das bitte auch ihren Kindern ! Ist das Einfangen nicht möglich, kann man sich an den Tierschutzverein oder die Katzenhilfe wenden und dort Bescheid sagen. Leider beschäftigt der Tierschutzverein Aachen keine speziell geschulten Katzenfänger wie jenen Angestellten des Tierschutzvereins Berlin, den man oft im Fernsehen sieht; deswegen muss in einem solchen Fall auch von uns improvisiert werden. Es ist nicht in jedem Fall möglich, mal eben kurz vorbeizukommen und die Katze einzufangen.

Geht es der Katze augenscheinlich gut und besteht keine akute Lebensgefahr für das Tier, sollte man es einige Tage beobachten - möglicherweise hat es einen Besitzer und ist erst kürzlich in der Nachbarschaft zugezogen. Scheue Katzen sind über das Tierheim nicht gut vermittelbar, und man kann sie dort auch nicht zähmen, weswegen viele Katzen an ihren Standorten belassen und dort versorgt werden. Besonders wichtig ist das einmalige Einfangen, die Kastration der Katzen und Kennzeichung (per Tätowierung), da sich ihre Anzahl sonst innerhalb kürzester Zeit vervielfachen kann. Danach werden die Tiere täglich gefüttert und - außer bei medizinischen Notfällen - bis ans Ende ihres Lebens nach Möglichkeit an ihren Standorten belassen. Da diese Tiere es oft nicht anders kennen, vermissen sie den warmen Ofen im Winter nicht besonders. Gerade hier im Rheinland, wo das Klima auch im Winter oft mild ist, überstehen die Tiere auch die kalte Jahreszeit im allgemeinen sehr gut. Die größte Gefahr geht für sie vom Straßenverkehr und von den Menschen (z.B von ihren Hunden) aus.

Für das Einfangen und die anschließende Fütterung freilebender Katzen wird viel Hilfe benötigt, wenn Sie sich also für das Thema interessieren, wenden Sie sich an den Tierschutzverein. Insbesondere das Einfangen ist eine echte Geduldsprobe, für die viel Zeit benötigt wird, die wiederum von ehrenamtlichen Helfern neben ihrer normalen Arbeit nur schwer zu leisten ist.

Wenn Sie bereits freilebende Katzen versorgen, achten Sie darauf, dass diese Tiere kastriert werden. Die alljährliche "Gebüschkätzchenschwemme" stellt den Tierschutzverein immer wieder vor großen Herausforderungen und ist vermeidbar! Wenn Sie Hilfe hierbei brauchen, zögern Sie nicht und wenden Sie sich an den Tierschutzverein.