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Vorsicht beim Tierkauf

Vorsicht beim Tierkauf

  

Hunde und Katzen tiergerecht kaufen

Aus gegebenem Anlass informiert der Tierschutzverein Aachen: Wer sich eine Katze oder einen Hund als Haustier anschafft, sollte ein paar Informationen einholen, um gut auf den neuen Hausgenossen vorbereitet zu sein.

Beim Kauf von Jungtieren ist dies besonders wichtig, da in diesem Sektor ein tierquälerischer Handel mit Tieren aus Osteuropa besteht. So kuschelig und putzig sehr kleine Jungtiere auch aussehen, so tragisch ist oft das Schicksal dieser kleinen Kreaturen. Sie werden irgendwo in Osteuropa "gezüchtet", dem Muttertier nach wenigen Wochen weggenommen und auf den Markt gebracht, indem beispielsweise in den örtlichen Zeitungen Mixwelpen etc. angepriesen werden.

Der Transport von den Ostländern erfolgt in Kartons oder Schachteln, im Dunkeln, ohne Wasser, Nahrung, Luft, in eisiger Kälte im Winter, in glühender Hitze im Sommer. Laut Fachliteratur werden auf diese Weise im Jahr an die 50.000Tiere importiert. Viele der Kleinen überleben diesen Transport nicht. Doch die Gewinnspannen für die Überlebenden sind so groß, dass die Händler die Verluste in Kauf nehmen. Für jene Tiere, welche überleben, ist die Tortour jedoch nicht ausgestanden. Häufig erkranken sie, weil sie nicht geimpft sind, an viraler Gastritis, an Parasiten und anderen ansteckenden Krankheiten, oft mit tödlichen Folgen. Die bestehenden Tierschutzgesetze werden von den Händlern ignoriert. (Gesetz vom 20.07.04, Nr. 189 zur Tierquälerei, Gesetz Nr. 532 vom 30.12.1993 in Umsetzung einer EU-Richtlinie zum Tiertransport, sowie das Landestierschutzgesetz Nr. 9 vom 15.05.2000).

"Endverbraucher" haben die Möglichkeit, diese Machenschaften möglichst nicht zu unterstützen, indem sie beim Kauf umsichtig vorgehen und die richtigen Fragen stellen. Dies ist auch deshalb wichtig, weil immer öfter Tiere kurz nach dem Kauf verenden. Daher sollten Sie bei der Kontaktaufnahme mit Anbietern beispielsweise über eine Zeitungsannonce auf folgendes achten: Wenn Sie im Tierheim auch nach mehrmaliger Nachfrage nichts passendes finden, sollte man beim Kauf von Jungtieren unbedingt die Mutter des Tieres kennen lernen dürfen, nach Möglichkeit auch den Vater. Die Charaktere der Eltern, besonders der Mütter, können Aufschluss über jene der Jungtiere geben.

Wenn der Züchter den Zugang zu den Zuchtanlagen und zu den Tieren verwehrt, dann sollte man bei ihm kein Tier kaufen. Hunde und Katzen nie auf Musterschauen, Märkten oder Messen kaufen! Ansteckende Krankheiten vermehren sich bei diesen Gelegenheiten besonders gut, weil die Tiere in engem Kontakt mit anderen kommen.

Wenn ein junges Tier unbedingt in einer Tierhandlung gekauft werden muss, dann ist nach den genauen Daten seiner Herkunft zu fragen. Diese Daten sind zu überprüfen, jeder seriöse Züchter verfügt heute über eine Homepage. Das Jungtier muss über einen Impfpass verfügen, welcher außer dem Geburtsdatum auch die Vermerke über Behandlungen gegen Parasiten, sowie über die von einem Tierarzt vorgenommenen Impfungen aufweist.

Auf keinen Fall sollten Jungtiere gekauft werden, welche zu früh von der Mutter getrennt wurden, da hierdurch die psychische Entwicklung des Tieres beeinträchtigt wird. Im Übrigen gibt es einige äußere Merkmale, an denen man feststellen kann, ob das junge Tier gesund ist und aus einer tiergerechten Aufzucht stammt. Das Tier muss sauber, gut genährt und lebendig sowie zutraurlich sein. Hinweise auf kranke Tiere können sein schmutzige Näschen, schmutzige Ohren, tränende Augen, Schmutzkrusten auf dem Fell und Flöhe.

Vor dem Kauf eines (jungen) Tieres kann man im Tierheim Aachen Informationen einholen.