Art Hund
Rasse Mischling
Alter 5,8 Jahre
Geschlecht männlich
Kastriert ja
Höhe 48 cm
Gewicht 13,6 kg
Fell Kurzhaar
Farbe tricolor

Flyn wurde bei uns abgegeben, da er sich mit den ebenfalls im Haushalt lebenden Katzen nicht arrangieren konnte und viel gebellt hat. Wir suchen also für ihn ein neues Zuhause ohne Katzen, Kleintiere oder Kinder, in welchem die Möglichkeit gegeben ist, sich ausreichendem Maße um ihn zu kümmern.
Ursprünglich stammt Flyn laut seinem Mikrochip aus Rumänien. Sein Verhalten ist ein ständiges Wechselspiel aus Unsicherheiten und Sturheit. Einerseits möchte er engen Kontakt zu Menschen, andererseits verunsichern ihn viele Situationen.
Er braucht dringend ein Zuhause bei einem konsequenten, hundeerfahrenen Menschen, denn auch wenn sich unsere Ehrenamtler sehr engagieren, ersetzt dies natürlich nicht ein eigenes Zuhause. Sein neues Zuhause sollte ruhig und ländlich gelegen sein, da er ein Angsthund ist und regelrechte Panik vor lauten Umweltreizen (wie Straßenverkehr, laute Kinder, klappern von Fahnen, Fahrrädern usw.) hat.
Wenn Sie eine Herausforderung suchen und sowohl über Fingerspitzengefühl als auch einen langen Atem verfügen, könnten Sie der passende Deckel zu unserem hündischen Topf namens Flyn sein. Vielleicht geben Sie ihm bei einem Kennenlernen die Chance!?
 
Wenn Sie Flyn kennenlernen möchten, dann besuchen Sie uns doch zu unseren Öffnungszeiten.  
 
 
Patenbericht:
 
Seit mehr als zwei Jahren sitze ich nun hier im Tierheim und finde es wird Zeit, auf mich aufmerksam zu machen.
Ursprünglich komme ich aus Rumänien. Leider waren meine Vorbesitzer mit mir überfordert, ich war mit meinen Vorbesitzern und dieser gänzlich anderen Welt überfordert und so landete ich im Tierheim.
Dort habe ich mich wochenlang geweigert, meinen Zwinger, meinen Zufluchtsort, zu verlassen. Ich hatte allerdings Glück im Unglück. Zwei Patinnen nahmen sich meiner an und investierten Zeit, Liebe, Verständnis und Geduld in mich. Und so konnte ich mit der Zeit zeigen, was so alles in mir steckt.
Ich bin der intelligente, sportliche und sensibel-feinsinnige Typ, der sich eng an seine Bezugsperson bindet. Soweit so gut. Aber (dass das jetzt kommt, haben Sie sich sicher schon gedacht): Ich bin schnell gestresst und überfordert, ich möchte nicht mit ins Restaurant, zum Einkaufsbummel oder zum Familienfest und kann überhaupt Trubel nicht gut ertragen. Ebenso sind mir laute oder ungewohnte Geräusche, viele Außenreize, plötzliches Anfassen und distanzlose fremde Hunde ein Graus. Diese hemdsärmeligen Typen eben, die einem immer direkt auf die Schulter klopfen. Mit Hunden und Menschen, die den Knigge kennen, macht mir das Spazierengehen mittlerweile richtig Spaß. Sonntags mache ich mit einer Patin jetzt regelmäßig kleine Ausflüge und treffe dabei zwei weitere Hundekumpel mit ihren Menschen. Darauf freue ich ich schon die ganze Woche.
Flexibilität und Spontanität sind ebenfalls keine Kernkompetenzen; Veränderungen müssen bei mir mit Bedacht erarbeitet werden. Leider sagt man mir auch nach, manchmal ein bisschen stur zu sein, aber ich lasse mich gerne überzeugen, wenn man es richtig anpackt. Außerdem soll ich im Haus seltsamerweise etwas größer sein als draußen. Gemerkt habe ich den Wachstumsschub noch nicht, aber es soll wohl beobachtet worden sein.
Ich schätze eine liebevolle und respektvolle Behandlung, feste Strukturen und Rituale. Menschen, die einen Plan vom Leben haben, die konsequent, aber nicht grob und laut sind. Die Ruhe, Verantwortung und Verlässlichkeit nicht nur buchstabieren, sondern auch leben können.
Ich träume von einem Leben in ländlicher Umgebung, gerne mit einem ausbruchssicheren Garten. Wenn ich mich erschrecke, renne ich auch bei guter Bindung an meine Menschen leider vollkommen kopflos davon, so dass ich auf Spaziergängen gut gesichert werden sollte. Da wäre so ein Garten schon toll. Überhaupt bin ich vor lauter Stress manchmal nicht in der Lage, klar zu denken. Aber wenn man einen dicken Geduldsfaden hat, mir Zeit und Ruhe einräumt, bin ich ein pfiffiges Kerlchen und für allerlei (Denk)Sport zu haben. Unser gemeinsames Leben stelle ich mir etwa so vor: Sie versetzen mich in den Denkmodus und wir machen schöne Spaziergänge, auf denen ich gründlich schnüffeln und kleine Aufgaben lösen darf. Zum Beispiel auf Baumstämmen balancieren oder Leckerchen suchen. So haben wir alle etwas zu tun und Arbeit verbindet ja bekannterweise. Zu Hause machen wir es uns dann gemütlich. Wir kuscheln zusammen, halten ein Schläfchen, essen was Gutes und ich schaue Ihnen beim Arbeiten zu. Ach ja, Kinder, Katzen und Kleintiere gehören übrigens nicht zu den Mitbewohnern meiner Wahl.
Melden Sie sich doch einfach mal, wenn Sie sich ein Leben mit mir vorstellen könnten.