Tiervermittlung

Tiervermittlung

Richtlinien

Sie wollen ein Tier bei sich aufnehmen?

Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:

  • Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

  • Sie sollten ausreichend Zeit für das Tier haben.

  • Haben Sie Geduld mit dem Tier wegen der Eingewöhnungszeit.

  • Alle Familienmitglieder müssten das Tier im Tierheim kennengelernt haben und mit der Adoption einverstanden sein.

  • Bedenken Sie, dass Sie für die gesamte Lebenszeit des Tieres die Verantwortung für das Tier tragen müssen.

Ziel jeder Vermittlung ist es, dass nach einer gewissen Eingewöhnungszeit alle Beteiligten, und zwar das Tier sowie alle Menschen seines neuen Umfelds, miteinander leben können. Dazu gehört ein friedliches Zusammenleben, Familienanschluss und eine artgerechte Haltung. Jede gescheiterte Vermittlung (das Tier muss zurück ins Tierheim) bedeutet einen schweren seelischen Schock, von dem sich manche Tiere nur schwer oder gar nicht erholen. Noch schlimmer: Das Tier kann zwar bleiben, fühlt sich aber in seinem Zuhause nicht wohl. Sie müssen sich immer bewusst sein, dass es sich bei der Vermittlung um ein „blind date“ handelt, was die Angelegenheit ja auch irgendwie spannend macht. Wir teilen Ihnen nach bestem Wissen und Gewissen die Charaktereigenschaften des Tieres mit. Jedoch können nicht alle Eventualitäten abgeklärt werden. Es kann sein, dass Ihr Tier als ausgeglichen und lustig beschrieben wird, bei Ihnen stellen Sie fest, dass Ihr Hund/Ihre Katze ausgesprochen ängstlich reagiert. Immerhin wurde es aus seiner gewohnten Umgebung gerissen. Nun liegt es an Ihnen, dass Ihr neues Familienmitglied Vertrauen entwickelt, was natürlich dauern kann. Wir freuen uns, wenn Sie ein Tier, das Sie im Tierheim gesehen haben, erst einmal kennen lernen möchten, bevor Sie sich endgültig entscheiden, das Tier zu sich nach Hause zu nehmen. Bei Hinterlegung Ihres Personalausweises können Sie gerne einen Hund zu einem Spaziergang außerhalb des Tierheimes mitnehmen. Bitte beachten Sie: Interessenten für einen Listenhund benötigen einen Sachkundenachweis, um mit einem der Hunde spazieren gehen zu können! Wenn Sie sich dafür entscheiden, ein Tier aus dem Tierheim bei sich aufzunehmen, müssen Sie für den Vertragsabschluss einen gültigen Personalausweis mit Ihrer aktuellen Adresse vorlegen.

Schutzgebühren

Tiere ab 10 Jahre werden gegen Spende abgegeben, um die Vermittlungschancen unserer Senioren zu erhöhen.

In Einzelfällen kann auch eine höhere Schutzgebühr anfallen.

Tierart Geschlecht 1 Tier 2 Tiere
Hund 300,00 Euro 480,00 Euro
Hundewelpe 400,00 Euro 640,00 Euro
Katze/Kater 110,00 Euro 180,00 Euro
Kanninchen weiblich

männlich/kastriert

1x weiblich + 1x männlich

30,00 Euro

40,00 Euro

—————

48,00 Euro

64,00 Euro

56,00 Euro

Meerschweinchen weiblich

männlich/kastriert

1x weiblich + 1x männlich

25,00 Euro

35,00 Euro

—————

40,00 Euro

56,00 Euro

48,00 Euro

Ratte weiblich

männlich/kastriert

1x weiblich + 1x männlich

20,00 Euro

25,00 Euro

—————

32,00 Euro

40,00 Euro

36,00 Euro

Farb-/Wüstenmaus weiblich

männlich/kastriert

1x weiblich + 1x männlich

15,00 Euro

15,00 Euro

—————

24,00 Euro

24,00 Euro

24,00 Euro

Degu weiblich

männlich/kastriert

1x weiblich + 1x männlich

30,00 Euro

35,00 Euro

—————

48,00 Euro

56,00 Euro

52,00 Euro

Cinchilla weiblich

männlich/kastriert

30,00 Euro

40,00 Euro

48,00 Euro

64,00 Euro

Hamster 15,00 Euro 24,00 Euro
Frettchen 65,00 Euro 104,00 Euro
Nymphensittich 30,00 Euro 48,00 Euro
Wellensittich/Kanarienvogel 20,00 Euro 32,00 Euro

Tier vom Züchter?

Natürlich würden wir es begrüßen, wenn sich ein Tierwunsch immer und jederzeit über das Tierheim erfüllen würde. Aber manchmal hegen Menschen halt auch den Traum von einer ganz bestimmten Rasse, und der ist im Tierheim nicht immer zu erfüllen – dann muss ein Tier vom Züchter her.

In der Zeitung steht Woche für Woche das Folgende zum Thema Hundekauf :

Hundekauf richtig gemacht ! Das sollten Sie beim Kauf eines Hundes beachten:

  • Nehmen Sie sich Zeit! Kaufen Sie ein „Familienmitglied“ nicht wie eine Ware!
  • Der Züchter sollte nur eine Hunderasse züchten und verkaufen, möglichst wenige Zuchttiere besitzen, die gemeinsam nie mehr als zwei Würfe gleichzeitig haben dürfen.
  • Keine Zwingerhaltung beim Züchter.
  • Ein seriöser Züchter zeigt Ihnen mit Stolz sein gesamtes Anwesen und alle dort lebenden Hunde.
  • Die Zuchtstätte muss sauber und geruchsfrei sein. Die Hunde müssen einen sauberen und gepflegten Eindruck machen.
  • Mutter und Welpen sind zusammen.
  • Wichtig ist die Vorlage eines ärztlichen Gesundheitszeugnisses, der Nachweis der bereits durchgeführten Wurmkuren sowie der Impfpass mit den eingetragenen Impfungen.
  • Lassen Sie sich die Ahnentafel und die Zuchtzulassungen beider Elterntiere sowie den Wurfabnahmebereicht zeigen.
  • Wurfdatum beachten, die Welpen sollten mindestens acht Wochen alt sein.

Das gilt natürlich ebenso für Katzen und Kleintiere! Wenn Sie sich für eine ganz bestimmte Rasse entschieden haben, dann machen Sie sich bitte die Mühe und holen sich zunächst im Internet alles an Informationen, was es über diese Rasse gibt, insbesondere über Erbkrankheiten.

Am Beispiel der Perserkatze gibt es da zunächst die extreme Plattnasigkeit zu erwähnen – ein Zuchtmerkmal zwar, aber aus tierschützerischer Sicht wohl doch eher eine Erbkrankheit, die für das Tier ein Leben in dauernder Qual bedeuten kann. Was jedoch zu allem Überfluss auch noch tödlich ist, ist PKD, eine Krankheit, bei der sich die Nieren einfach so zersetzen und das Tier stirbt. Deswegen darf in Deutschland mit PKD – Tieren auch nicht gezüchtet werden.

Nur – wer überprüft das, wenn der Züchter keinem Zuchtverband angeschlossen ist? Richtig, niemand. Also informieren Sie sich bitte über die rassetypischen Erbkrankheiten und lassen Sie sich vom Züchter entsprechende Testunterlagen zeigen, die beweisen, dass Ihr Wunschtier frei davon ist! Kann er das nicht, kaufen Sie das Tier nicht.

Gehören Sie zu den Menschen, die in die Niederlande oder nach Belgien zum Einkaufen fahren, weil dort vieles billiger ist? Das ist ja keine Schande, in punkto lebendes Wesen sollten aber auch im Nachbarland genau die Regeln gelten wie hierzulande.Übrigens ist ein in der Familie aufgezogenes gesundes Tier ist dort auch nicht billiger als hier.

Verantwortungsvolle Züchter können maximal 5 Würfe im Jahr betreuen. Eher weniger, weil sonst die Bindung an den Menschen bei der Aufzucht kaum gewährleistet werden kann. Deswegen wird ein guter Züchter kaum Tiere auf Vorrat haben. Wenn dem denn so ist, dann muss man halt warten, bis wieder ein Wurf gesund, entwöhnt und durchgetestet zum Verkauf ansteht. Das kann schon ein paar Monate dauern.

Nochmal: Es ist keine Alternative, stattdessen hinter der Grenze eben schnell ein Tier im Supermarkt zu kaufen, weil Weihnachten ansteht und der putzige Welpe doch unter dem Weihnachtsbaum herumtoben soll ! Sie tun damit niemandem, weder dem Tier, noch seinen Eltern, die viele Würfe in kurzer Zeit zwecks Gewinnoptimierung produzieren müssen, noch sich selbst einen Gefallen!

Durch Tiere aus Massenzuchten können sie sich Krankheiten oder Verhaltensstörungen ins Haus holen, die manchmal selbst durch viel Geld, das Sie dem Tierarzt zahlen, nicht zum Verschwinden gebracht werden können. Um es noch mal zu betonen: Wie überall bedeutet auch beim Tierkauf nicht automatisch „teurer = besser“.

Aber Qualität ist nicht für kleines Geld zu bekommen, da das sachgerechte Aufziehen von Tierwelpen einen hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand bedeutet, den sich ein verantwortungsvoller Züchter beim Verkauf erstatten lässt.

Ein wirklich guter Züchter wird ein von ihm aufgezogenes Tier auch nach dem Verkauf nicht aus den Augen verlieren wollen, da er es als Familienmitglied lieb gewonnen hat, und es im

Notfall (Allergie oder Sonstiges) auch wieder zurücknehmen.

Sie wollen viel Geld für ein Tier ausgeben – nehmen Sie sich vorher viel Zeit !