Art Hund
Rasse Terrier-Mix
Alter 8,5 Jahre
Geschlecht weiblich
Kastriert ja
Gewicht 9,6 kg
Fell Lockig-Kraushaarig
Farbe tricolor
Verhalten Beschützerinstinkt, Haushalt ohne Kinder, hundeverträglich nach Sympathie, nicht katzenverträglich,

Lilly, die kleine Terrier-Mix-Dame, wurde umzugsbedingt abgegeben. Sie brauchte eine gewisse Zeit, um sich daran zu gewöhnen, dass ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt wurde. Inzwischen hat sie sich aber eingelebt und freut sich vor allem über die Spaziergänge mit unseren Ehrenamtlern. Bei ihren Bezugspersonen ist sie ein absoluter Kuschelfan.
 
Wir suchen für Lilly ein neues Zuhause bei hundeerfahrenen Menschen, die auch einen kleinen Hund als ganze Persönlichkeit ernstnehmen und wissen, dass jeder Hund verantwortungsbewusst geführt werden sollte. Lilly hat die Auflage mit Maulkorb und Leine geführt zu werden.
 
Wenn Sie Interesse an Lilly haben, freuen wir uns über einen Besuch von Ihnen während der Öffnungszeiten.
 
 
Patenbericht zu Lilly:
Lilly ist ein kleiner Dackel-Terrier-Mischling, der sich meistens entsprechend seiner Rasse verhält. Ein gewisser Beschützerinstinkt, Dickköpfigkeit und teilweise territoriales Verhalten wurden ihr wohl mit in die Wiege gelegt.
Ihre Unsicherheit und Angst versucht sie öfters mit augenscheinlich selbstsicherem und lautem Verhalten zu überspielen. Lernt man sie jedoch besser kennen und lesen, so zeigt sich schnell, dass sie keineswegs selbstsicher ist, sondern sich sehr stark an ihren Menschen orientiert und immer wieder nachfragt, was sie tun soll.
Hat man einmal Lillys Vertrauen und Herz gewonnen, kann man sich vor Kuschelattacken und Schlabber-Küssen kaum noch retten. Sie ist aufgrund ihrer Unsicherheit ein eher anhänglicher Hund, der am liebsten immer bei seinen Menschen sein möchte. Sie kann ohne Probleme einige Stunden alleine bleiben. Jedoch ist sie auch wachsam, wenn sie außerhalb der Wohnung etwas hört. Dann äußert sie dies mit Bellen.
Lilly liebt Spaziergänge, besonders, wenn ein kleiner Abstecher zum Schwimmen im See oder Fluss dabei ist. Sie liebt es auch zu spielen, insbesondere dann, wenn der Einsatz ihrer Nase gefragt ist, z.B. bei Futtersuchspielen.
Von ihr bekannten Menschen lässt sie sich problemlos überall anfassen und untersuchen, die Haare schneiden, kämmen und auch baden.
In der Hundeschule ist klein Lilly der absolute Vorzeigehund, sie kennt Sitz, Platz, Bleib, Pfote und Check und lernt neue Tricks innerhalb von kürzester Zeit.
Autofahren findet sie noch etwas unheimlich, hier stellte sich aber heraus, dass es mit kleinschrittigem Üben immer besser wird.
 
Allgemein sind zwei Dinge sehr wichtig: Konsequenz und Führung. Stellt man klare und verständliche Regeln auf und setzt diese immer durch, hat man im Gegenzug einen gehorsamen und gelehrigen Hund. Das bedeutet auch, dass man ihr in manchen Situationen ganz genau sagen und zeigen muss, dass jetzt Entspannung angesagt- und ihre Aufregung unangebracht ist. Zeigt man ihr beispielsweise einmal, welche Bereiche innerhalb der Wohnung tabu sind (Schlafzimmer, Küche z.B.), hält sie sich auch daran. Ab und zu mal nachfragen tut sie natürlich schon, aber dann direkt mit dem typischen Dackelblick "Jaja, ich geh ja schon, du hast ja Recht..".
 
Die kleine Lilly ist ein Hund mit einer hohen Erregungslage, was bedeutet, dass sie schnell hoch fährt und es zeitweise länger dauert, bis sie wieder ganz herunter fährt. Sie reagiert manchmal empfindlich auf laute und ihr unbekannte Geräusche.
Auch bei der Türklingel schlägt sie anfangs Alarm. Allgemein ist sie zu Beginn vielen Dingen und auch Menschen gegenüber eher skeptisch und äußert ihre Unsicherheit durch Bellen. Merkt sie jedoch, dass die Situation, das Geräusch oder die Person ja eigentlich gar nicht schlimm sind, wird auch dieses Verhalten schnell besser.
 
Lilly fällt es außerdem schwer, an anderen Orten als "ihrem Zuhause" zu entspannen. Vermutlich ist sie es aus ihrem früheren Leben nicht gewohnt, andere Wohnungen oder Orte zu besuchen. Sie beobachtet dann ganz genau ihre Menschen.  Es ist nicht einfach, sie aus diesem Kontrollzwang herauszubekommen, aber auch hier macht Übung den Meister.
Besucher in der Wohnung akzeptiert sie gut, besonders wenn diese sie zu Beginn mit ein paar Leckerchen bestechen. Dann wird aus dem "Akzeptieren" auch ganz schnell ein "Lieben".
 
Wie sich gezeigt hat, ist Lilly keineswegs aggressiv gegenüber- oder grundsätzlich unverträglich mit Artgenossen. Ganz im Gegenteil, sie meidet teilweise sogar Begegnungen mit anderen Hunden und versucht zu "flüchten". Ist ihr Gegenüber jedoch freundlich und ruhig, ist auch Lilly schnell angetan und spielt sogar gerne. Hier entscheidet definitiv die Sympathie bzw. das anfängliche Verhalten des anderen Hundes.
Das Zusammenleben mit einem ruhigen, vielleicht älteren und verträglichen Rüden ist daher nicht ausgeschlossen, müsste jedoch vorab getestet werden.
 
Die kleine Lilly hat derzeit Maulkorb- und Leinenpflicht. Um dies zu ändern, müsste sie einen Test durchlaufen, bei dem ihr Verhalten in bestimmten Situationen getestet wird. Diese Situationen werden aber schon seit einigen Monaten mit ihr geübt. Bei der Vorbereitung auf den Test würden Sie als potentielle neue Besitzer auf Wunsch ausreichend informiert werden.
 
Man muss es offen und ehrlich sagen, man darf sich von ihrem niedlichen Aussehen nicht ganz um den Finger wickeln lassen, sondern sollte sich darüber im Klaren sein, dass dieser kleine Hund konsequente Führung und auch noch Training in bestimmten Situationen benötigt. Dafür hat Lilly jedoch ein riesen großes Herz, ganz viel Liebe und viele, viele Kuscheleinheiten zu verschenken.